Mittwoch, 9. Mai 2007

Bilder und Erlebnisse in Rosario

Jetzt erst einmal noch ein kurzer Rueckblick auf die letzten Eindruecke in Puerto Iguazu.

So sah das ganze dann nach 2 Tagen Regen aus. Ein unglaublicher Unterschied!


An einem Tag haben wir uns das Schauspiel dann auch von der brasilianischen Seite angeschaut. Wobei einige Plattformen geschlossen waren, da das Wasser immer noch zu hoch stand.

Aber nicht nur das Auge bekam was geboten, sondern auch der Magen. Auch wenn wir uns meistens selber bekochen, ab und zu muss auch mal ein ordentliches Asado sein. Dann bekommt man den Grill gleich auf den Tisch.



Am 29. April hiess es dann "Bye bye Natur und Wildnis ...". Der Weg nach Rosario aus dem Busfenster sah dann so aus:

Auf einem Bild ganz schoen, aber stundenlang sehr ermuedend.

Rosario.


Wie auch schon in Buenos Aires schnurgerade Strassen und schachbrettartiger Aufbau. Uns wundert inzwischen gar nicht mehr, dass Buenos Aires die laengste Strasse der Welt hat. Bis zur Hausnummer 1561 kannst du da eine ganze Weile laufen. Vor allem wenn man bei ueber 4000 anfaengt.


Rosario ist uebrigens auch der Geburtsort der argentinischen Flagge. Was mit diesem monumentalen Denkmal mehr als deutlich gemacht wird. Am 1. Mai fand hier auch eine grosse Kundgebung mit Konzert und allem Drum und Dran statt.



Wer keine Lust auf Konzert hatte, machte es sich im angrenzenden Park gemuetlich. Wir hatten ja letztes Mal schon geschrieben, dass die Leute sich hier mit Sack und Pack aufmachen und die Gruenflaechen bevoelkern. So sieht das dann aus.


Als kleine Staerkung zwischendurch goennen wir uns immer wieder eine Chorizosemmel oder ein Lomito. Sprich der argentinische Bratwurststand.

Argentiniens Strassen sind das reinste Museum. Nicht wenige Karossen waeren dort auch besser aufgehoben.

Der TUeV haette hier seine wahre Freude. Monatelang, ach was Jahre koennte er sich nur damit beschaeftigen und inspizieren. Danach waeren die Strassen leer und als Fussgaenger koennte man endlich ruhig ueber den Zebrastreifen gehen. Ach ja, es gibt uebrigens meistens keine Fussgaengerampeln, sondern man muss sich an den Signalen fuer die Autos orientieren. Aber selbst dann geraet man zwischen die Abbieger...

So sah in Rosario unser Busbahnhof aus. Sie sind nicht immer so stilvoll, aber immer enorm frequentiert. Zudem ist Busfahren hier aeusserst komfortabel und das beste Reisemittel. Die D-Bahn koennte sich von diesem Service (Warme und kalte Speisen, Getraenke und Videos - alles umsonst!) mal ne ordentliche Scheibe abschneiden. Aus diesem Grund nehmen wir hier auch immer den Nachtbus und kommen dann halbwegs ausgeruht am naechsten Etappenziel an.

Mittwoch, 2. Mai 2007

Erkenntnisse in Rosario

La Cucaracha ... seit Buenos Aires wissen wir, dass in diesem Lied die Kakerlaken besungen werden, was uns ziemlich ernuechtert hat und seit gestern (Rosario) wissen wir, dass sie auch fliegen koennen. Wenn auch etwas unbeholfen, so landeten sie doch treffsicher in unserem Eis.

Inzwischen sind wir schon wieder seit 2 Tagen hier in Rosario, 350 km westlich von Buenos Aires. Das heisst, wir haben wieder eine ziemlich lange Busfahrt hinter uns. Gegen Mittag ging es los und da wir von der Fahrt nach Puerto Iguazu wussten, dass es auf der Fahrt was zu essen gibt, hatten wir dieses Mal nichts eingekauft. Grosser Fehler, denn bis abends um 8 Uhr kann der Tag ganz schoen lang werden. ;) Ja, ja, die Argentinier essen genauso spaet, wie die Spanier. Das bedeutet, wir bekamen um 8 Uhr ein kleines Sandwich und gegen halb 11 Uhr dann endlich was ordentliches. Bis dahin sind wir allerdings schon fast vom Fleisch gefallen. ;)

Eine andere Eigenheit der Argentinier ist die Erfindung der Schwangerenkasse im Supermarkt. Wir sind vorgestern froehlich abends in den Supermarkt marschiert, noch kurz was zum Essen holen. Kurz, dass ich nicht lache. Wir standen ewig in dieser Schlange, denn wir hatten die Kasse fuer Behinderte und Schwangere gewaehlt. Grrr. Das Prinzip ist ganz einfach, wer derartig beeintraechtigt ist (jemand hat einmal gemeint, einen Alien im Bauch haben) darf einfach an allen anderen vorbei, gleich vorne ans Band. In Rosario sind verdammt viele schwanger, das koennen wir euch sagen.

Gestern war hier, genauso wie bei uns, Feiertag und bei den Argentiniern wird sowas immer riesig begangen. Das heisst dann auf die Plaetze, fertig und an den Grill. Alles was laufen kann, fand gestern den Weg in die umliegenden Parks und zwar mit Kind und Kegel. Ein unglaublicher Auflauf. Jeder hatte seinen Mate-Pot und die Thermoskanne dabei und wenn sie nicht selbst gegrillt haben, gab es noch die Chorizo- und Lomostaende, an denen fuer das leibliche Wohl gesorgt wurde. War echt klasse einfach mittendrin zu sitzen und sich das ganze Spektakel anzusehen.

Soweit fuer heute, Fotos folgen das naechste Mal.
Bis dahin
Alex und Eva